Montag, 27. Januar 2020

Schriftstellerhaus sucht Beiträge zur Anthologie "Hälfte des Lebens"

Das Stuttgarter Schriftstellerhaus ist eine literarische Institution in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist das "Häusle" eine der Anlaufstellen für Autorinnen und Autoren. 2020 würdigt das Schriftstellerhaus die Herren Johann Christian Friedrich Hölderlin und Georg Friedrich Wilhelm Hegel anlässlich deren 250. Geburtstag und bringt (nicht zum ersten Mal) eine Anthologie heraus. Titel: "Hälfte des Lebens". Einreichungen sind bis zum 31. März 2020 möglich. 

"Mit gelben Birnen hänget ..." Auch wenn die Verknüpfung zu Hölderlin und dessen Gedicht gleichen Namens naturgegeben ist, sollen die Beiträge keine lyrische Nachdichtung sein. Sie müssen nicht einmal einen konkreten Bezug zum großen deutschen Dichter nehmen. Vielmehr sollen die Kurzprosa-Texte, Lieder, Erzählungen, Gedichte oder Essays sich im weitesten Sinne mit dem Thema ‚Hälfte des Lebens‘ auseinandersetzen.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Writer-in-Residence-Stipendium in Brünn ausgeschrieben

Seit 2017 bietet das Kulturfestival Meeting Brno ein Writer-in-Residence Programm für ausländische Autorinnen und Autoren. Im Jahr 2020 laden die Organisatoren eine deutschsprachige Schriftstellerin im Zeitraum vom 4. Mai bis 1. Juni 2020 zum Schreibaufenthalt nach Brünn ein. Bewerbungen sind bis zum 15. Februar 2020 möglich.

Eine Plattform für Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Meinungen, Kulturen und Religionen will das Festival in der architektonisch und kulturell hochinteressanten tschechischen Stadt sein. Das Programm besteht Jahr zu Jahr aus anregenden Diskussionsforen und vielen künstlerischen Veranstaltungen, die sich auf das jeweilige Hauptthema des Festivals beziehen. Die diesjährige Auflage des Festivals findet vom 22. bis 31. Mai 2020 statt und behandelt das Thema Selbstreflexion und Selbstbewusstsein als Voraussetzung einer mündigen Bürgergesellschaft.

Donnerstag, 26. September 2019

Ein Lesefest als Kulturbrücke

Am 28. August 1819 erschien bei der Cotta´schen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart die Erstausgabe des „West-östlichen Divans“ von Johann Wolfgang von Goethe. Als fiktiver Dialog mit dem persischen Dichter Hafis aus Schiras wurde dieses Buch zur ersten Kulturbrücke zwischen Orient und Okzident. Daran erinnert ein Festival in Stuttgart vom 29. November bis zum 1. Dezember. Mit dabei: Dichterinnen und Dichter aus Ländern des islamischen Kulturkreises und aus dem deutschen Sprachraum. 

Gemeinsam zu lesen und über ihre Arbeit zu sprechen, vor allem aber persönlich fortzusetzen, was Goethe begonnen hat, das ist das Vorhaben der Festival-Akteurinnen und Akteure, die am 1. Adventswochenende 2019 in die Internationalen Bachakademie, ins Welthaus am Charlottenplatz, ins Zimmertheater Stuttgart und ins Alte Feuerwehrhaus Süd nach Heslach kommen werden. Hinter dem Programm des Poesie-Festivals „200 Jahre West-östlicher Divan“ stehen der Initiator Widmar Puhl, Ahmet Gül vom Verein Turkuaz, Cornelia Lanz von Zukunft Kultur und Maria Tramountani von der Autorengruppe „Literally Peace“.

Donnerstag, 15. August 2019

Make Solidarität great again


Ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Mitglieder des VS in Baden-Württemberg ticken, was sie sich wünschen, was sie erwarten – das war das Ziel einer Umfrage, die der Landesvorstand Ende 2018 vorstellte. Auf der Mitgliederversammlung 2019 am 20. Juli standen die Ergebnisse zur Debatte – plus ein Antrag von Widmar Puhl zu Lizenzgebühren für das Fotografieren und die Nutzung dieser Fotos von gemeinfreien Objekten.

Viel ist in diesem Jahr intern schon gesprochen worden über die aktuell fehlende Strahlkraft des VS in die deutsche Öffentlichkeit hinein. Nicht nur beim Bundeskongress in Aschaffenburg, sondern auch in Stuttgart bei der Mitgliederversammlung des VS Baden-Württemberg. Darüber etwa, dass die Jungen fehlen, mutmaßlich, weil sie sich andere Gemeinschaften suchen als unsere verstaubt wirkende Gewerkschaft. Oder weil sie sich eher als Individualisten und Einzelkämpfer sehen. Darüber auch, dass es kaum lautstarke Prominente im VS gibt.

Dienstag, 16. Juli 2019

Bis 15. Oktober für den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2020 bewerben

Gefragt sind Gedichte von hoher ästhetischer Qualität: Das PEN-Zentrum Deutschland schreibt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2020 aus. Er ist mit 4.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2019. 

Stifter des Preises, der alle zwei Jahre verliehen wird, ist der Frankfurter Schriftsteller Kurt Sigel, der seit 1974 Mitglied im deutschen PEN ist. Der 87-Jährige hat sich mit Romanen, Erzählungen, Gedichtbänden und Büchern in hessischer Mundart, die er teilweise mit eigenen Zeichnungen und Cartoons illustrierte, einen Namen gemacht.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Stadt Stuttgart schreibt Hannsmann-Poethen-Stipendium aus

Zum dritten Mal schreibt die Landeshauptstadt Stuttgart das Hannsmann-Poethen-Literaturstipendium aus. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren sowie Künstlerinnen und Künstler einer anderen Sparte (zum Beispiel Kunst, Musik, Theater, Film, Neue Medien, etc.), mit einem gemeinsamen literarisch-künstlerischen Projekt, das sie in Stuttgart umzusetzen planen.  Bewerbungsschluss ist der 30. September 2019.

Das bundesweit einmalige Tandem-Stipendium umfasst 15.000 Euro, ein eigenes Wohn-/ Arbeitsstudio im GEDOK-Haus sowie zusätzlich ein Projektbudget in Höhe von maximal 9.000 Euro. Kriterien für die Vergabe sind die künstlerische Qualität und die spartenübergreifende Ausrichtung des zu realisierenden Projekts. Das Vorhaben soll zudem gesellschaftskritische Aspekte miteinbeziehen und neue Impulse für das kulturelle Leben schaffen.

Montag, 8. April 2019

Wir trauern um Dieter Schlesak

Unser Mitglied Dieter Schlesak ist am 29. März 2019 in seiner zweiten Heimat Camaiore in der Toskana im Alter von 84 Jahren gestorben. Sein letzter Verleger, Traian Pop vom Ludwigsburger Pop-Verlag, würdigt ihn in einem persönlichen Nachruf. 

Dieter Schlesak hat diese Welt, die er so geliebt und deswegen unentwegt mit ihr gehadert hat, am 29. März 2019 verlassen. Uns bleibt nur, sein Werk weiterhin zu begleiten und zu verbreiten. Es ist eine Herkules-Aufgabe, aber wir finden sie zwingend notwendig, da er nicht nur vieles hinterlassen, sondern uns zeit seines Lebens so viel Lesens- und Bedenkenswertes geschenkt hat: Vaterlandstage, Capesius der Auschwitzapotheker und TranssylWAHNien, um nur drei seiner besten Romane zu nennen, sowie unzählige Gedichte und Essays (die von uns geplante Werkausgabe wird mehr als 23 Bände haben).