Dienstag, 25. Februar 2014

Soeben erschienen - Carl Gibson

Die Zeit der Chamäleons
Kritisches zum Leben und Werk Herta Müllers aus ethischer Sicht

Illustriert von Michael Blümel

Herausgegeben vom Institut zur Aufklärung und Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Europa, Bad Mergentheim, Über den Buchhandel bestellbar.
Hier die Darstellung von Verlag und Autor:
Carl Gibson, ein Philosoph und Schriftsteller, der sich einmischt, wenn es um virulente Fragen der Zeit geht – damals als Bürgerrechter im Kampf gegen die kommunistische Diktatur Ceausescus in Rumänien und heute als Publizist, Aufklärer und Zeitkritiker in der Auseinandersetzung mit den Machenschaften des Literaturbetriebs, den etablierten Medien und der eigensüchtigen Politik. (Link)Das Schweigen der Denker und Intellektuellen in der „offenen“, doch saturierten Gesellschaft der Jetztzeit nütze nur den Mächtigen. Eine Ent-Haltung aus Bequemlichkeit und billigem Opportunismus fördere den Werte-Zerfall und führe in eine geistige Nivellierung der Gesellschaft, schreibt Gibson, der als Ethiker ein aktives wie verantwortungsvolles Handeln einfordert.

Mehr Demokratie, mehr Meinungspluralismus wagen? Dafür plädiert Gibson seit Jahren. Gerade wenn die Werte-Struktur der freien Welt bedroht ist, ja sogar auf den Kopf gestellt wird, sei ethisch fundiertes Agieren angesagt, im permanentem Kritizismus des gesunden Menschenverstands, der es nicht tolerieren kann, wenn unter dem Deckmäntelchen aufklärenden Moralisierens die Lüge zur Wahrheit verdreht und als solche vermarktet werde: „Dort, wo die Lüge die Lüge stützt, wird die Lüge zur Wahrheit“. Wer aber Unwahrheiten und Unrecht billigend hinnimmt, macht sich mitschuldig.

Eine kritische Sicht der Dinge sei in der so genannten „Herta Müller-Forschung“ noch nicht angekommen, so der Autor, der bereits 1989 mit der literaturwissenschaftlichen Studie „Lenau-Lenau – Werk- Wirkung“ ein weltweit verbreitetes Standardwerk vorlegte. Nach „Symphonie der Freiheit“, 2008, und „Allein in der Revolte“, 2013 sowie einer mehr als fünfjährigen öffentlichen Debatte wird nun ein Werk zur Zeitkritik vorgelegt, das in vielen Bereichen neue Akzente setzt und im Diskurs eine Revision des stilisierten Herta Müller-Bildes anstrebt. Das Buch, eine Sammlung von Aphorismen, Essays, Abhandlungen, Kommentare zur Makrothematik Wahrheit und Lüge in einer Welt ohne Moral mit falscher Symbolik, Gestik und Handlungsweise - aus ethischer Sicht erörtert richtet sich primär an kritische Köpfe , an alle, die Verzerrungen, Selbst-Inszenierungen und das Meinung-Monopol einzelner Medienkonzerne nicht hinnehmen wollen.



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