Donnerstag, 7. März 2013

Neu von Walle Sayer

Strohhalm, Stützbalken
Gedichte
März 2013, Klöpfer & Meyer

Verlagstext: 

Vor fünfhundert Jahren hätte man vielleicht noch ein Kloster gegründet.
Weit weg von Seinsgehabe, Sinngetue. Und einfach sein: lässt sich doch seit je auf zwei Arten betonen. So ist das also. So also ist das. Die Stille davor, die Stille danach. Geschehen statt Handlung. Der Augenblick, der andauert. Genauigkeit, ins Unbestimmte führend. Aufgehobenes, Aufgelesenes. Der Felsbrocken eines Brotkrümels, wenn ihn die Ameise schleppt. Leicht verständlich alles, aber schwer zugänglich. Mitunter, wenn schon ein schlichtes Komma eine Zeile zur Waage macht. Oder als ob zur Eloquenz eines jeden Gartens Rosenduft gehörte. Dementsprechend Ortsgebundenheit als Lokalbezug zur Welt. Und, Schlußverse in der Mitte versteckt, Vergangenheiten hinhaltend. Bis um einen herum Brennnesseln wachsen. Bis ein lichter Hallraum entsteht. Bis aus dem Gesehenen Gesehenes wird.

Mehr Informationen zu diesem Buch finden Sie auf der Internetseite des Verlages.

Walle Sayer, 1960 geboren in Bierlingen. Lyriker und Erzähler. Lebt mit seiner Familie in Horb-Dettingen. Walle Sayer erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen u.a. den Thaddäus-Troll-Preis, den Berthold-Auerbach-Preis, die Staufer-Medailler des Landes Baden-Württemberg oder den Ludwig-Uhland-Förderpreis. Bei Klöpfer & Meyer erschienen vom ihm, hoch gelobt, ein halbes Dutzend Bücher, zuletzt „Zusammenkunft. Ein Erzählgeflecht“ (2011).




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